Behandlungsschwerpunkte

Depressionen

Erkrankung
Affektive Störungen

Im klinischen Alltag begegnet man vor allem schweren Depressionen.

Depressionen können auch wiederkehren („rezidivierende Depression“), zudem gibt es „anhaltende affektive Störungen“, bei denen über Jahre hinweg oft leichtere depressive Symptome bestehen oder ein Wechsel aus leichter Depression und leichteren manischen Zuständen auftritt. 

Im klinischen Alltag begegnet man vor allem der schweren Depression und der rezidivierenden schweren Depression. 

 
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Therapie

Depressionen kann man sowohl psychotherapeutisch als auch medikamentös behandeln. 

Oft reicht Psychotherapie alleine; die besten Wirksamkeitsnachweise gibt es hierbei für die KVT (Kognitive Verhaltenstherapie). Insbesondere bei schweren Depressionen sollte jedoch in der Regel auch medikamentös behandelt werden. 

Für die medikamentöse Behandlung greift man heute meist auf Antidepressiva der 3. Generation (SSRI, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) zurück. Je nach Einzelfall (z. B. zusätzliche Krankheiten, auf die man Rücksicht nehmen muss), Nebenwirkungen (z. B. Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen) oder Unverträglichkeiten kommen auch andere Antidepressiva zum Einsatz. Es gibt für die richtige Auswahl regelrechte Algorithmen, die man in den gängigen Leitlinien zur Depression (S3-Leitlinie Depression, frei im Netz verfügbar) nachlesen kann. 

Zusätzlich gibt es nichtmedikamentöse Therapieverfahren wie Schlafentzugstherapie (Wachtherapie), Lichttherapie oder bei schwersten Fällen auch Elektrokrampftherapie. Letztere bieten wir nicht an. 

Bei der bipolaren Störung hingegen (phasenhafter Wechsel aus manischen und depressiven Symptomen) ist vor allem eine ordentliche medikamentöse Einstellung von Bedeutung. Diese Erkrankung hat eine ausgeprägte genetische Basis. Goldstandard der Behandlung ist in der Regel die Behandlung mit einem Stimmungsstabilisierer (meist Lithium), der um antidepressive Substanzen oder antipsychotische Medikamente ergänzt werden muss. 

Je nach zusätzlichen Erkrankungen, Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten kann es aber auch sein, dass auf andere Medikamente zurückgegriffen werden muss. Auch hierzu gibt es eine frei im Netz verfügbare Leitlinie. 

 
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